Coinly

Ratgeber · Stand 8. Oktober 2026

Haushaltsbuch für Lebensmittel

Lebensmittel sind für viele Haushalte der größte Posten, den man wirklich selbst steuern kann. Miete und Versicherungen stehen fest, der Einkauf nicht. Ein einfaches Haushaltsbuch nur für Lebensmittel reicht oft schon, um zu sehen, wo das Geld bleibt.

Warum ein eigenes Haushaltsbuch für Lebensmittel?

Ein komplettes Haushaltsbuch mit allen Einnahmen und Ausgaben ist viel Arbeit, und viele geben nach ein paar Wochen auf. Wer nur die Einkäufe erfasst, hat weniger Aufwand und trotzdem den Teil im Blick, der sich am leichtesten verändern lässt.

Bons statt Kontoauszug

Der Kontoauszug zeigt nur „Supermarkt, 63,20 €“. Der Kassenbon zeigt, was drin war: Obst, Käse, Getränke, Schokolade, Waschmittel. Erst damit kannst du erkennen, welche Warengruppe besonders teuer ist. Außerdem fehlen im Kontoauszug alle Barkäufe. Für ein Lebensmittel-Haushaltsbuch sind die Bons deshalb die bessere Quelle.

Sinnvolle Kategorien

Weniger ist mehr. Fünf bis acht Kategorien reichen für den Anfang:

  • Obst und Gemüse
  • Brot und Backwaren
  • Milchprodukte und Eier
  • Fleisch, Wurst und Fisch
  • Vorrat (Nudeln, Reis, Konserven, Tiefkühlware)
  • Getränke
  • Süßes und Snacks
  • Nicht-Lebensmittel (Drogerie, Haushalt), getrennt erfassen

Pfand gehört nicht zu den Lebensmittelkosten. Du bekommst es beim Zurückbringen ja wieder. Rabatte ziehst du einfach von der Summe ab.

Die Wochenbudget-Methode

Statt eines Monatsbudgets legst du einen festen Betrag pro Woche fest, zum Beispiel von Montag bis Sonntag. Das hat zwei Vorteile: Eine Woche ist überschaubar, und ein Ausrutscher ruiniert nicht gleich den ganzen Monat.

  1. Ausgangswert finden: Erfasse zwei bis vier Wochen lang ohne Budget, was du ausgibst. Wie das geht, steht im Ratgeber Lebensmittelkosten pro Monat ermitteln.
  2. Budget festlegen: Nimm deinen Durchschnitt als Start und senke ihn, wenn du sparen willst, in kleinen Schritten.
  3. Täglich nachrechnen: Budget minus bisherige Ausgaben der Woche, geteilt durch die verbleibenden Tage. So weißt du, was heute noch im Plan ist.
  4. Sonntag Bilanz ziehen: Was ist übrig, wo lag es drüber? Nicht ärgern, nur anschauen.
Rechenbeispiel: Wochenbudget 90 €. Bis Mittwochabend sind 54 € ausgegeben. Für Donnerstag bis Sonntag bleiben 36 €, also 9 € pro Tag.

Papier, Tabelle oder App?

Papier

Am direktesten. Du siehst die Zahlen jeden Tag und brauchst kein Gerät. Nachteil: Summen rechnest du selbst, und Auswertungen über mehrere Monate sind mühsam. Unten findest du eine Vorlage zum Ausdrucken.

Tabellenkalkulation

Excel, Numbers oder Google Tabellen rechnen für dich und erstellen Diagramme. Dafür musst du jeden Bon abtippen, und gerade das führt oft dazu, dass man es nach ein paar Wochen sein lässt.

App

Eine App, die Kassenbons ausliest, nimmt dir das Abtippen ab. Coinly zum Beispiel liest jeden Bon per Foto aus, egal aus welchem Laden, sortiert die Artikel in Warengruppen und zeigt dir Woche, Monat und die Läden mit ihren Beträgen. Ein optionales Wochenbudget sagt dir, was heute noch drin ist, ganz nach der Methode oben. Wer lieber nichts fotografiert, kann Einkäufe auch abtippen.

Egal welcher Weg: Entscheidend ist, dass du ihn durchhältst. Die beste Methode ist die, die du nach drei Monaten noch benutzt.

Vorlage: Wochenübersicht Lebensmittel

Zum Ausdrucken einfach die Seite drucken (Strg+P bzw. Cmd+P). Gedruckt wird nur die Tabelle.

TagLadenObst & GemüseBrotMilch & EierFleisch & FischVorratGetränkeSüßesSumme
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
Woche

Häufige Fragen

Welche Kategorien brauche ich für ein Lebensmittel-Haushaltsbuch?

Fünf bis acht reichen, zum Beispiel Obst und Gemüse, Brot, Milchprodukte, Fleisch und Fisch, Vorrat, Getränke und Süßes. Drogerie- und Haushaltsartikel erfasst du getrennt.

Ist ein Wochenbudget besser als ein Monatsbudget?

Für Lebensmittel oft ja. Eine Woche ist überschaubar, du siehst jederzeit, was bis Sonntag übrig ist, und ein teurer Einkauf ruiniert nicht gleich den ganzen Monat.

Gehört Pfand ins Haushaltsbuch?

Nicht zu den Lebensmittelkosten. Pfand bekommst du beim Zurückgeben wieder, deshalb lässt du es am besten außen vor.

Warum Kassenbons statt Kontoauszug?

Der Kontoauszug zeigt nur die Summe pro Laden und keine Barkäufe. Der Bon zeigt jeden Artikel, so siehst du, welche Warengruppe teuer ist.

Gibt es eine kostenlose Vorlage?

Ja, auf dieser Seite steht eine Wochenübersicht zum Ausdrucken. Beim Drucken wird nur die Tabelle ausgegeben.